Richtlinien und Standards für Nachhaltigkeit

EU-Regularien, nationale Vorgaben und wichtige Standards für ESG, CO2, Lieferketten, Produkte, Gebäude und Berichterstattung.

Inhaltsverzeichnis

EU Regularien

Vie­le Nach­hal­tig­keits­an­for­de­run­gen für Unter­neh­men ent­ste­hen heu­te auf EU-Ebe­ne. Sie betref­fen nicht nur gro­ße berichts­pflich­ti­ge Unter­neh­men, son­dern wir­ken häu­fig über Kun­den­an­for­de­run­gen, Ban­ken, Lie­fer­ket­ten, Pro­dukt­vor­ga­ben, Ver­pa­ckun­gen, Ener­gie, Gebäu­de und Finan­zie­rung auch auf klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men.

Für Unter­neh­men ist des­halb ent­schei­dend, nicht jede Richt­li­nie iso­liert zu betrach­ten. Vie­le Vor­ga­ben grei­fen inein­an­der: Nach­hal­tig­keits­be­rich­te benö­ti­gen belast­ba­re Daten, Ban­ken bewer­ten ESG-Risi­ken, Pro­dukt- und Ver­pa­ckungs­re­geln ver­lan­gen mehr Trans­pa­renz, und Lie­fer­ket­ten­an­for­de­run­gen machen Nach­wei­se ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te wich­ti­ger.

Die fol­gen­de Über­sicht ord­net zen­tra­le EU-Regu­la­ri­en ein und zeigt, war­um sie für Unter­neh­men prak­tisch rele­vant sind.

European Green Deal

Der Euro­pean Green Deal ist der über­ge­ord­ne­te poli­ti­sche Rah­men der EU für den Über­gang zu einer kli­ma­neu­tra­len, res­sour­cen­scho­nen­den und wett­be­werbs­fä­hi­gen Wirt­schaft. Ziel ist es, Euro­pa bis 2050 kli­ma­neu­tral zu machen und Treib­haus­gas­emis­sio­nen bis 2030 deut­lich zu sen­ken.

Aus dem Green Deal lei­ten sich vie­le kon­kre­te Rege­lun­gen ab, etwa zur Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung, Sus­tainable Finan­ce, Kreis­lauf­wirt­schaft, Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Gebäu­de, Pro­dukt­de­sign, Ver­pa­ckun­gen und Lie­fer­ket­ten. Für Unter­neh­men bedeu­tet das: Nach­hal­tig­keit wird zuneh­mend in Regu­lie­rung, Finan­zie­rung, Beschaf­fung und Markt­an­for­de­run­gen über­setzt.

CSRD: Corporate Sustainability Reporting Directive

Die CSRD regelt die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung von Unter­neh­men in der EU. Sie ver­pflich­tet bestimm­te Unter­neh­men dazu, Infor­ma­tio­nen zu Umwelt, Sozia­lem, Gover­nan­ce, Risi­ken, Aus­wir­kun­gen, Zie­len und Maß­nah­men offen­zu­le­gen.

Durch die Omni­bus-Initia­ti­ve der EU wur­den Umfang, Zeit­plan und Anwen­dung der CSRD poli­tisch ange­passt bezie­hungs­wei­se in Tei­len ver­scho­ben. Für vie­le klei­ne­re und mitt­le­re Unter­neh­men bedeu­tet das nicht auto­ma­tisch Ent­las­tung im All­tag. Denn Nach­hal­tig­keits­da­ten wer­den wei­ter­hin von Kun­den, Ban­ken, Inves­to­ren oder Geschäfts­part­nern abge­fragt.

Wich­tig ist des­halb: Auch wenn ein Unter­neh­men nicht direkt berichts­pflich­tig ist, kann es indi­rekt betrof­fen sein. Wer ESG-Daten, CO2-Kenn­zah­len oder Infor­ma­tio­nen zu Lie­fer­ket­ten struk­tu­riert vor­lie­gen hat, kann Anfor­de­run­gen schnel­ler und belast­ba­rer beant­wor­ten.

ESRS: European Sustainability Reporting Standards

Die ESRS kon­kre­ti­sie­ren, wel­che Infor­ma­tio­nen Unter­neh­men im Rah­men der CSRD berich­ten müs­sen. Sie bil­den die inhalt­li­che Grund­la­ge für Nach­hal­tig­keits­be­rich­te nach euro­päi­schem Stan­dard.

Die Stan­dards umfas­sen über­grei­fen­de Anga­ben sowie The­men aus Umwelt, Sozia­lem und Gover­nan­ce. Dazu gehö­ren unter ande­rem Kli­ma­wan­del, Ener­gie, Emis­sio­nen, Res­sour­cen­nut­zung, Kreis­lauf­wirt­schaft, eige­ne Mit­ar­bei­ten­de, Lie­fer­ket­ten, betrof­fe­ne Gemein­schaf­ten, Ver­brau­cher, Unter­neh­mens­füh­rung und Geschäfts­ver­hal­ten.

Für Unter­neh­men sind die ESRS vor allem des­halb rele­vant, weil sie zei­gen, wel­che Daten künf­tig stär­ker erwar­tet wer­den. Auch frei­wil­li­ge Berich­te, Kun­den­fra­ge­bö­gen oder Ban­ken­an­for­de­run­gen ori­en­tie­ren sich zuneh­mend an die­ser Logik.

VSME: Freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard für KMU

Der VSME ist ein frei­wil­li­ger Berichts­stan­dard für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men, die nicht direkt unter die CSRD fal­len. Er soll KMU dabei hel­fen, Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen struk­tu­riert, ver­ständ­lich und mit ver­tret­ba­rem Auf­wand offen­zu­le­gen.

Für vie­le mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ist der VSME beson­ders rele­vant, weil sie zwar nicht berichts­pflich­tig sind, aber den­noch ESG-Daten lie­fern müs­sen. Typi­sche Aus­lö­ser sind Kun­den­an­fra­gen, Ban­ken, Lie­fer­ket­ten­an­for­de­run­gen, För­der­mit­tel, Aus­schrei­bun­gen oder inter­ne Nach­hal­tig­keits­zie­le.

Der VSME kann hel­fen, ein ein­heit­li­ches Grund­ge­rüst für Nach­hal­tig­keits­da­ten auf­zu­bau­en und wie­der­keh­ren­de Anfra­gen effi­zi­en­ter zu beant­wor­ten.

EU-Taxonomie

Die EU-Taxo­no­mie ist ein Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem für öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Wirt­schafts­tä­tig­kei­ten. Sie defi­niert, unter wel­chen Bedin­gun­gen eine wirt­schaft­li­che Tätig­keit als nach­hal­tig gel­ten kann.

Die Taxo­no­mie ist beson­ders rele­vant für Finan­zie­rung, Inves­ti­tio­nen, Immo­bi­li­en, Ener­gie, Indus­trie und nach­hal­ti­ge Pro­jek­te. Sie bewer­tet unter ande­rem, ob eine Tätig­keit einen wesent­li­chen Bei­trag zu einem Umwelt­ziel leis­tet, kei­ne erheb­li­chen Schä­den an ande­ren Umwelt­zie­len ver­ur­sacht und Min­dest­schutz­vor­ga­ben ein­hält.

Für Unter­neh­men wirkt die EU-Taxo­no­mie oft indi­rekt. Ban­ken, Inves­to­ren oder Auf­trag­ge­ber kön­nen taxo­no­mie­re­le­van­te Infor­ma­tio­nen anfor­dern, um Finan­zie­run­gen, Inves­ti­tio­nen oder Pro­jekt­be­wer­tun­gen ein­zu­ord­nen.

SFDR: Sustainable Finance Disclosure Regulation

Die SFDR ist die Offen­le­gungs­ver­ord­nung für Finanz­markt­teil­neh­mer. Sie ver­pflich­tet Finanz­ak­teu­re dazu, Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen zu Finanz­pro­duk­ten und Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen offen­zu­le­gen.

Für vie­le Unter­neh­men ist die SFDR nicht direkt ver­pflich­tend. Sie wirkt aber indi­rekt, weil Ban­ken, Fonds und Inves­to­ren Nach­hal­tig­keits­da­ten aus Unter­neh­men benö­ti­gen, um ihre eige­nen Offen­le­gungs­pflich­ten zu erfül­len.

Prak­tisch bedeu­tet das: Unter­neh­men wer­den häu­fi­ger nach ESG-Kenn­zah­len, Kli­ma­ri­si­ken, CO2-Daten, Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien oder Infor­ma­tio­nen zur Taxo­no­mie gefragt.

CSDDD: Corporate Sustainability Due Diligence Directive

Die CSDDD ist die euro­päi­sche Lie­fer­ket­ten­richt­li­nie. Sie betrifft unter­neh­me­ri­sche Sorg­falts­pflich­ten zu Men­schen­rech­ten und Umwelt ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te.

Die Richt­li­nie adres­siert vor allem gro­ße Unter­neh­men. Klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men kön­nen jedoch indi­rekt betrof­fen sein, wenn sie Teil der Lie­fer­ket­te grö­ße­rer Unter­neh­men sind. Dann kön­nen Anfor­de­run­gen an Risi­ko­ana­ly­sen, Lie­fe­ran­ten­aus­künf­te, Umwelt- und Sozi­al­stan­dards oder Nach­wei­se wei­ter­ge­ge­ben wer­den.

Für Unter­neh­men ist ent­schei­dend, Lie­fer­ket­ten­ri­si­ken, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Nach­wei­se schritt­wei­se bes­ser zu struk­tu­rie­ren.

EUDR: EU-Entwaldungsverordnung

Die EUDR soll sicher­stel­len, dass bestimm­te Roh­stof­fe und dar­aus her­ge­stell­te Pro­duk­te nicht mit Ent­wal­dung oder Wald­schä­di­gung ver­bun­den sind. Betrof­fen sind unter ande­rem Holz, Kau­tschuk, Kakao, Kaf­fee, Soja, Palm­öl, Rind und dar­aus her­ge­stell­te Pro­duk­te.

Für Unter­neh­men wird die EUDR rele­vant, wenn sie betrof­fe­ne Roh­stof­fe oder Pro­duk­te in Ver­kehr brin­gen, impor­tie­ren, expor­tie­ren oder in der Lie­fer­ket­te ver­wen­den. Auch Unter­neh­men, die nicht direkt Roh­stof­fe impor­tie­ren, kön­nen Nach­wei­se von Lie­fe­ran­ten benö­ti­gen.

Prak­tisch geht es vor allem um Rück­ver­folg­bar­keit, Lie­fe­ran­ten­da­ten, Nach­wei­se und Doku­men­ta­ti­on. Wer früh­zei­tig Trans­pa­renz in der Beschaf­fung schafft, redu­ziert spä­te­re Com­pli­ance-Risi­ken.

PPWR: EU-Verpackungsverordnung

Die PPWR, Pack­a­ging and Pack­a­ging Was­te Regu­la­ti­on, ist die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung. Sie schafft einen ein­heit­li­chen Rechts­rah­men für Ver­pa­ckun­gen und Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le in der EU und ersetzt die bis­he­ri­ge Ver­pa­ckungs­richt­li­nie.

Für Unter­neh­men wird Ver­pa­ckung damit stär­ker zum Com­pli­ance- und Steue­rungs­the­ma. Betrof­fen sind nicht nur Ver­pa­ckungs­her­stel­ler, son­dern auch Unter­neh­men, die ver­pack­te Pro­duk­te her­stel­len, impor­tie­ren, ver­trei­ben oder unter eige­ner Mar­ke in Ver­kehr brin­gen.

Die PPWR bringt neue Anfor­de­run­gen an Recy­cling­fä­hig­keit, Rezy­klat­an­tei­le, Ver­pa­ckungs­de­sign, Kenn­zeich­nung, Doku­men­ta­ti­on, Ver­pa­ckungs­re­duk­ti­on und erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung. Unter­neh­men soll­ten früh­zei­tig prü­fen, wel­che Rol­le sie in der Lie­fer­ket­te ein­neh­men, wel­che Ver­pa­ckun­gen betrof­fen sind und wel­che Daten zu Mate­ria­li­en, Gewich­ten und Ver­pa­ckungs­be­stand­tei­len belast­bar vor­lie­gen.

Mehr zur PPWR erfah­ren

ESPR: Ecodesign for Sustainable Products Regulation

Die ESPR ist die neue EU-Öko­de­sign-Ver­ord­nung für nach­hal­ti­ge Pro­duk­te. Sie erwei­tert den bis­he­ri­gen Fokus auf ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te Pro­duk­te und schafft einen brei­te­ren Rah­men für öko­lo­gi­sche Pro­dukt­an­for­de­run­gen.

Künf­tig kön­nen Anfor­de­run­gen an Halt­bar­keit, Repa­rier­bar­keit, Wie­der­ver­wend­bar­keit, Recy­cling­fä­hig­keit, Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz, Rezy­klat­an­tei­le, Umwelt­in­for­ma­tio­nen und Pro­dukt­do­ku­men­ta­ti­on gestellt wer­den. Für pro­du­zie­ren­de Unter­neh­men, Händ­ler, Impor­teu­re und Mar­ken­in­ha­ber wird Pro­dukt­ge­stal­tung damit stär­ker regu­la­to­risch rele­vant.

Die ESPR ist beson­ders wich­tig, weil sie die Grund­la­ge für den Digi­ta­len Pro­dukt­pass bil­det und schritt­wei­se für bestimm­te Pro­dukt­grup­pen kon­kre­ti­siert wird.

DPP: Digitaler Produktpass

Der Digi­ta­le Pro­dukt­pass ist ein digi­ta­les Infor­ma­ti­ons­sys­tem für pro­dukt­be­zo­ge­ne Daten. Er soll Infor­ma­tio­nen zu Mate­ria­li­en, Kom­po­nen­ten, Repa­rier­bar­keit, Recy­cling, Nach­hal­tig­keit und Kon­for­mi­tät ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te ver­füg­bar machen.

Für Unter­neh­men bedeu­tet das: Pro­dukt­da­ten wer­den künf­tig nicht nur intern gebraucht, son­dern müs­sen struk­tu­riert, prüf­fä­hig und digi­tal bereit­ge­stellt wer­den kön­nen. Das betrifft beson­ders Bran­chen wie Tex­til, Elek­tro­nik, Bat­te­rien, Bau­pro­duk­te, Maschi­nen­bau und wei­te­re pro­dukt­be­zo­ge­ne Wert­schöp­fungs­ket­ten.

Der Digi­ta­le Pro­dukt­pass ist damit nicht nur ein IT-The­ma, son­dern ein Daten‑, Pro­zess- und Com­pli­ance-The­ma.

EmpCo: Empowering Consumers for the Green Transition

Die Emp­Co-Richt­li­nie stärkt den Ver­brau­cher­schutz gegen Green­wa­shing und irre­füh­ren­de Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen. Sie betrifft Unter­neh­men, die gegen­über Ver­brau­chern mit Umwelt- oder Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen wer­ben.

Pau­scha­le Aus­sa­gen wie „umwelt­freund­lich“, „grün“, „kli­ma­neu­tral“ oder ähn­li­che Claims wer­den ris­kan­ter, wenn sie nicht klar belegt, nach­voll­zieh­bar und ver­ständ­lich ein­ge­ord­net wer­den. Auch Nach­hal­tig­keits­sie­gel, Zukunfts­ver­spre­chen und Kom­pen­sa­ti­ons­aus­sa­gen wer­den stär­ker regu­liert.

Für Unter­neh­men bedeu­tet das: Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­ti­on braucht belast­ba­re Nach­wei­se, kla­re For­mu­lie­run­gen und eine sau­be­re Doku­men­ta­ti­on.

Green Claims Directive

Die Green Claims Direc­ti­ve soll Anfor­de­run­gen an aus­drück­li­che Umwelt­aus­sa­gen wei­ter kon­kre­ti­sie­ren. Der poli­ti­sche Stand ist der­zeit unsi­cher bezie­hungs­wei­se in Bewe­gung.

Trotz­dem bleibt das The­ma rele­vant, weil Green­wa­shing-Regeln bereits über bestehen­des Wett­be­werbs­recht und die Emp­Co-Richt­li­nie ver­schärft wer­den. Unter­neh­men soll­ten des­halb ihre Umwelt- und Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen prü­fen, Bele­ge doku­men­tie­ren und unkla­re oder über­zo­ge­ne For­mu­lie­run­gen ver­mei­den.

Wich­tig ist: Nicht jede nach­hal­tig­keits­be­zo­ge­ne Aus­sa­ge ist pro­ble­ma­tisch. Pro­ble­ma­tisch wird sie, wenn sie unge­nau, unbe­legt, miss­ver­ständ­lich oder nicht nach­voll­zieh­bar ist.

CBAM: Carbon Border Adjustment Mechanism

CBAM ist der CO2-Grenz­aus­gleichs­me­cha­nis­mus der EU. Er betrifft den Import bestimm­ter emis­si­ons­in­ten­si­ver Waren in die EU, zum Bei­spiel Stahl, Alu­mi­ni­um, Zement, Dün­ge­mit­tel, Strom, Was­ser­stoff und wei­te­re betrof­fe­ne Pro­dukt­grup­pen.

Ziel ist es, CO2-Kos­ten für impor­tier­te Pro­duk­te stär­ker mit den Anfor­de­run­gen inner­halb der EU ver­gleich­bar zu machen. Für betrof­fe­ne Unter­neh­men ent­ste­hen Melde‑, Daten- und Nach­weis­pflich­ten zu ein­ge­bet­te­ten Emis­sio­nen.

CBAM ist beson­ders rele­vant für Unter­neh­men mit inter­na­tio­na­len Lie­fer­ket­ten, impor­tier­ten Vor­ma­te­ria­li­en oder ener­gie­in­ten­si­ven Pro­duk­ten.

EU-Emissionshandel und ETS II

Der EU-Emis­si­ons­han­del setzt einen Preis auf Treib­haus­gas­emis­sio­nen bestimm­ter Sek­to­ren. Mit ETS II wird der Emis­si­ons­han­del per­spek­ti­visch auf Brenn­stof­fe für Gebäu­de und Stra­ßen­ver­kehr aus­ge­wei­tet.

Für Unter­neh­men und Immo­bi­li­en­ak­teu­re bedeu­tet das: Ener­gie­ver­brauch, Heiz­sys­te­me, fos­si­le Brenn­stof­fe und Gebäu­de­be­trieb wer­den wirt­schaft­lich noch stär­ker mit CO2-Kos­ten ver­knüpft.

Damit stei­gen die Anfor­de­run­gen an Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Ver­brauchs­da­ten, CO2-Trans­pa­renz und Moder­ni­sie­rungs­stra­te­gien.

Clean Industrial Deal

Der Clean Indus­tri­al Deal ist ein indus­trie­po­li­ti­scher Rah­men der EU, der Wett­be­werbs­fä­hig­keit, Dekar­bo­ni­sie­rung und bezahl­ba­re Ener­gie stär­ker zusam­men­füh­ren soll.

Für Unter­neh­men ist das rele­vant, weil Dekar­bo­ni­sie­rung nicht nur regu­la­to­risch, son­dern auch wirt­schaft­lich und för­der­po­li­tisch ein­ge­ord­net wird. Im Fokus ste­hen unter ande­rem sau­be­re Tech­no­lo­gien, emis­si­ons­ar­me Pro­duk­ti­on, Kreis­lauf­wirt­schaft, erschwing­li­che Ener­gie und Inves­ti­tio­nen in Trans­for­ma­ti­on.

Der Clean Indus­tri­al Deal zeigt: Nach­hal­tig­keit wird stär­ker mit Indus­trie­po­li­tik, Stand­ort­ent­wick­lung und Wett­be­werbs­fä­hig­keit ver­bun­den.

Abfallrahmenrichtlinie: Textilien und Lebensmittelabfälle

Die EU-Abfall­rah­men­richt­li­nie wird mit Blick auf Tex­ti­li­en und Lebens­mit­tel­ab­fäl­le wei­ter­ent­wi­ckelt. Rele­vant sind ins­be­son­de­re erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung für Tex­ti­li­en und ver­bind­li­che­re Zie­le zur Reduk­ti­on von Lebens­mit­tel­ab­fäl­len.

Für Unter­neh­men aus Han­del, Tex­til, Pro­duk­ti­on, Lebens­mit­tel­wirt­schaft und Ent­sor­gung ent­ste­hen dadurch neue Anfor­de­run­gen an Rück­nah­me, Ver­wer­tung, Daten, Pro­dukt­ver­ant­wor­tung und Abfall­ver­mei­dung.

Das The­ma soll­te beson­ders von Unter­neh­men beob­ach­tet wer­den, die Tex­ti­li­en in Ver­kehr brin­gen, Han­dels­wa­re ver­trei­ben oder grö­ße­re Lebens­mit­tel­men­gen hand­ha­ben.

Was Unternehmen aus den EU-Regularien ableiten sollten

Die EU-Regu­la­ri­en zei­gen eine kla­re Rich­tung: Nach­hal­tig­keit wird daten­ba­sier­ter, nach­weis­pflich­ti­ger und stär­ker mit Finan­zie­rung, Pro­duk­ten, Lie­fer­ket­ten und Markt­zu­gang ver­bun­den.

Für Unter­neh­men bedeu­tet das nicht, jede Rege­lung sofort voll­stän­dig umzu­set­zen. Sinn­voll ist zunächst eine struk­tu­rier­te Ein­ord­nung:

  • Wel­che Rege­lun­gen betref­fen uns direkt?
  • Wel­che Anfor­de­run­gen kom­men indi­rekt über Kun­den, Ban­ken oder Lie­fer­ket­ten?
  • Wel­che Daten lie­gen bereits vor?
  • Wel­che Nach­wei­se feh­len?
  • Wel­che Pro­zes­se und Ver­ant­wort­lich­kei­ten müs­sen auf­ge­baut wer­den?


Wer früh­zei­tig Trans­pa­renz schafft, redu­ziert Auf­wand, ver­mei­det Dop­pel­ar­beit und kann regu­la­to­ri­sche Anfor­de­run­gen bes­ser in Stra­te­gie, Pro­zes­se und Kom­mu­ni­ka­ti­on inte­grie­ren.

Internationale Orientierung: SDGs und Agenda 2030

Die Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals, kurz SDGs, sind die 17 Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Ver­ein­ten Natio­nen. Sie bil­den einen glo­ba­len Ori­en­tie­rungs­rah­men für öko­lo­gi­sche, sozia­le und wirt­schaft­li­che Nach­hal­tig­keit.

Für Unter­neh­men sind die SDGs nicht ver­pflich­tend, aber hilf­reich für die Ein­ord­nung von Nach­hal­tig­keits­the­men. Sie zei­gen, wel­che gesell­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Zie­le inter­na­tio­nal als beson­ders rele­vant gel­ten, etwa Kli­ma­schutz, men­schen­wür­di­ge Arbeit, Inno­va­ti­on, nach­hal­ti­ger Kon­sum, Gesund­heit, Bil­dung oder Part­ner­schaf­ten.

In der Pra­xis kön­nen Unter­neh­men die SDGs nut­zen, um ihre Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie, Bericht­erstat­tung oder Kom­mu­ni­ka­ti­on zu struk­tu­rie­ren. Wich­tig ist dabei, nicht belie­big vie­le Zie­le aus­zu­wäh­len, son­dern nur sol­che, zu denen das Unter­neh­men tat­säch­lich einen rele­van­ten Bei­trag leis­tet.

SDGs (Ziele für nachhaltige Entwicklung)

Die Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals (SDGs) sind eine Samm­lung von 17 glo­ba­len Zie­len, die von den Ver­ein­ten Natio­nen fest­ge­legt wur­den, um Armut zu been­den, den Pla­ne­ten zu schüt­zen und sicher­zu­stel­len, dass alle Men­schen Frie­den und Wohl­stand genie­ßen. Unter­neh­men kön­nen zu die­sen Zie­len bei­tra­gen, indem sie ihre Geschäfts­mo­del­le und Stra­te­gien auf Nach­hal­tig­keit aus­rich­ten und spe­zi­fi­sche Zie­le wie sau­be­re Ener­gie, ver­ant­wor­tungs­vol­le Kon­sum- und Pro­duk­ti­ons­mus­ter sowie Maß­nah­men zum Kli­ma­schutz ver­fol­gen.

Übersicht der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit offiziellen Symbolen der Vereinten Nationen

Agenda 2030

Die Agen­da 2030 ist ein glo­ba­ler Akti­ons­plan der Ver­ein­ten Natio­nen für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Sie wur­de 2015 ver­ab­schie­det und umfasst 17 Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals, kurz SDGs, mit Zie­len für Umwelt, Gesell­schaft und Wirt­schaft.

Für Unter­neh­men ist die Agen­da 2030 nicht unmit­tel­bar ver­pflich­tend. Sie bie­tet aber einen wich­ti­gen Ori­en­tie­rungs­rah­men, um Nach­hal­tig­keit stra­te­gisch ein­zu­ord­nen und eige­ne Bei­trä­ge sicht­bar zu machen. The­men wie Kli­ma­schutz, Res­sour­cen­scho­nung, men­schen­wür­di­ge Arbeit, Inno­va­ti­on, nach­hal­ti­ger Kon­sum und Part­ner­schaf­ten las­sen sich dar­über gut struk­tu­rie­ren.

In der Pra­xis ist ent­schei­dend, die Agen­da 2030 nicht als rei­ne Sym­bo­lik zu nut­zen. Unter­neh­men soll­ten nur die SDGs aus­wäh­len, zu denen sie durch ihre Geschäfts­tä­tig­keit, Pro­duk­te, Pro­zes­se oder Pro­jek­te tat­säch­lich einen rele­van­ten Bei­trag leis­ten. So ent­steht eine glaub­wür­di­ge Ver­bin­dung zwi­schen Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie, Bericht­erstat­tung und kon­kre­ter Umset­zung.

Initiativen des Freistaates Sachsen

Die Nachhaltigkeitsstrategie Sachsen 2018

Die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie Sach­sen 2018 umfasst einen umfas­sen­den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess zur För­de­rung einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung in ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen. Sie inte­griert öko­no­mi­sche, öko­lo­gi­sche und sozia­le Zie­le und ori­en­tiert sich dabei an den glo­ba­len Nach­hal­tig­keits­zie­len der Ver­ein­ten Natio­nen (Agen­da 2030). Die Stra­te­gie sieht vor, dass sich alle säch­si­schen Minis­te­ri­en und die Staats­kanz­lei für ihre Umset­zung ein­set­zen, um lang­fris­tig eine lebens­wer­te Umwelt und gute Lebens­be­din­gun­gen für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen zu sichern. Ein wesent­li­cher Schwer­punkt liegt dabei auf der Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments und der För­de­rung des Ehren­am­tes.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Kreislaufwirtschaftsplan Sachsen

Sach­sen hat einen Kreis­lauf­wirt­schafts­plan ent­wi­ckelt, um die Prin­zi­pi­en der Kreis­lauf­wirt­schaft effek­tiv umzu­set­zen. Der Plan zielt dar­auf ab, Res­sour­cen effi­zi­en­ter zu nut­zen und Abfäl­le zu redu­zie­ren, indem Inno­va­tio­nen und nach­hal­ti­ge Prak­ti­ken in ver­schie­de­nen Wirt­schafts­sek­to­ren geför­dert wer­den. Dazu gehö­ren Maß­nah­men zur Erhö­hung der Recy­cling­quo­ten und zur För­de­rung der Wie­der­ver­wen­dung von Pro­duk­ten. Dar­über hin­aus legt der Plan den Grund­stein für die Ent­wick­lung neu­er Tech­no­lo­gien und Ver­fah­ren, die zur Scho­nung natür­li­cher Res­sour­cen bei­tra­gen sol­len.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Initiativen des Freistaates Thüringen

Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie Thü­rin­gens ist dar­auf aus­ge­rich­tet, die 17 glo­ba­len Nach­hal­tig­keits­zie­le der Ver­ein­ten Natio­nen zu inte­grie­ren und loka­le Maß­nah­men zur Errei­chung die­ser Zie­le zu ent­wi­ckeln. Die Stra­te­gie ent­hält spe­zi­fi­sche Indi­ka­to­ren, die hel­fen, Fort­schrit­te in ver­schie­de­nen Berei­chen wie Umwelt­schutz, sozia­le Gerech­tig­keit und Wirt­schafts­wachs­tum zu mes­sen. Sie umfasst ein brei­tes Spek­trum von Initia­ti­ven, die von der För­de­rung erneu­er­ba­rer Ener­gien bis zur Ver­bes­se­rung der Bil­dungs- und Gesund­heits­sys­te­me rei­chen, mit beson­de­rem Schwer­punkt auf lang­fris­ti­ger öko­lo­gi­scher Nach­hal­tig­keit und sozia­ler Gerech­tig­keit.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Thüringer Kreislaufwirtschaftsstrategie

Die Thü­rin­ger Kreis­lauf­wirt­schafts­stra­te­gie (Thi­Wert 2.0) kon­zen­triert sich auf die Trans­for­ma­ti­on der regio­na­len Wirt­schaft hin zu einem nach­hal­ti­ge­ren Modell, das die Prin­zi­pi­en der Kreis­lauf­wirt­schaft betont. Die Stra­te­gie zielt dar­auf ab, die Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz zu maxi­mie­ren und Abfall zu mini­mie­ren, indem Wie­der­ver­wen­dung, Repa­ra­tur und Recy­cling von Pro­duk­ten und Mate­ria­li­en geför­dert wer­den. Ein wesent­li­ches Ziel ist es, eine Wirt­schaft zu schaf­fen, die weni­ger vom Ver­brauch natür­li­cher Res­sour­cen abhän­gig ist und statt­des­sen auf Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­on setzt.

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Nachhaltigkeit in unserer Heimatstadt Chemnitz

Als stol­ze Chem­nit­ze­rIn­nen und enga­gier­te Akteu­re im Bereich Nach­hal­tig­keit freut es uns von Texul­ting beson­ders, Teil einer Stadt zu sein, die Umwelt- und Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ven aktiv vor­an­treibt. Chem­nitz hat sich mit kon­kre­ten Maß­nah­men und Pro­jek­ten dem Kli­ma­schutz ver­schrie­ben, unter ande­rem dem Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien und einer umfas­sen­den Kreis­lauf­wirt­schaft. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist das seit 2010 akti­ve Ener­gie­team, das sich aus Ver­tre­te­rIn­nen der Stadt, kom­mu­na­ler Unter­neh­men und Umwelt­ver­bän­den zusam­men­setzt, um Chem­nitz nach­hal­ti­ger und ener­gie­ef­fi­zi­en­ter zu gestal­ten. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 eine kli­ma­neu­tra­le Ver­wal­tung zu errei­chen und strebt die Kli­ma­neu­tra­li­tät bis spä­tes­tens 2040 an.

Die­se loka­len Anstren­gun­gen spie­geln die glo­ba­len Nach­hal­tig­keits­zie­le wider, die Chem­nitz aktiv auf loka­ler Ebe­ne umsetzt. Die Stadt enga­giert sich für die Bewäl­ti­gung glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen wie Kli­ma­schutz, nach­hal­ti­ge Städ­te und gerech­te Glo­ba­li­sie­rung durch kon­kre­te, all­tags­na­he Maß­nah­men. Die­ses Enga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit zeigt sich auch in öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen und Ver­an­stal­tun­gen, die zur Auf­klä­rung und Betei­li­gung der Bür­ger bei­tra­gen.

Wir bei Texul­ting sind stolz dar­auf, unse­ren Bei­trag zu die­sen Zie­len leis­ten zu kön­nen und gleich­zei­tig von einer Stadt­ge­mein­schaft umge­ben zu sein, die ähn­li­che Wer­te teilt. Unser Enga­ge­ment in Chem­nitz ist ein wesent­li­cher Bestand­teil unse­res Selbst­ver­ständ­nis­ses als Unter­neh­men, das sich für eine nach­hal­ti­ge Zukunft ein­setzt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Initia­ti­ven und Maß­nah­men der Stadt Chem­nitz im Bereich Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit fin­den Sie auf den offi­zi­el­len Inter­net­sei­ten der Stadt:

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Set­zen Sie sich noch heu­te mit uns in Ver­bin­dung, um zu erfah­ren, wie Texul­ting Ihnen hel­fen kann, Ihre CSR-Zie­le zu errei­chen und gleich­zei­tig nach­hal­ti­gen Erfolg zu sichern. Ob Sie gera­de erst begin­nen oder Ihre bestehen­den CSR-Akti­vi­tä­ten erwei­tern möch­ten, unser Team steht bereit, Sie mit Fach­wis­sen und maß­ge­schnei­der­ten Lösun­gen zu unter­stüt­zen.

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