Begriffe rund um Nachhaltigkeit und ESG

Eine Übersicht zentraler Fachbegriffe aus Nachhaltigkeit, CO2 Bilanzierung, Berichterstattung, Fördermitteln und Managementsystemen.

A

Abfallmanagement

Abfall­ma­nage­ment beschreibt die Pla­nung, Ver­mei­dung, Tren­nung, Ver­wer­tung und Ent­sor­gung von Abfäl­len in Unter­neh­men. Ziel ist es, Res­sour­cen effi­zi­en­ter zu nut­zen, Ent­sor­gungs­kos­ten zu sen­ken und gesetz­li­che Anfor­de­run­gen ein­zu­hal­ten.

Ablauforganisation

Die Ablauf­or­ga­ni­sa­ti­on beschreibt, wie Auf­ga­ben, Pro­zes­se und Arbeits­schrit­te inner­halb eines Unter­neh­mens orga­ni­siert sind. Sie legt fest, wie Infor­ma­tio­nen flie­ßen, Ent­schei­dun­gen vor­be­rei­tet wer­den und Tätig­kei­ten sinn­voll mit­ein­an­der ver­bun­den sind.

Aktivitätsdaten

Akti­vi­täts­da­ten sind mess­ba­re Unter­neh­mens­da­ten, die für Berech­nun­gen im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment genutzt wer­den. Bei einer CO2 Bilanz sind das zum Bei­spiel Strom­ver­brauch, Kraft­stoff­men­gen, gefah­re­ne Kilo­me­ter, Ein­kaufs­da­ten oder Abfall­men­gen.

Arbeitssicherheit

Arbeits­si­cher­heit umfasst alle Maß­nah­men, die Arbeits­un­fäl­le, Gesund­heits­ge­fah­ren und arbeits­be­ding­te Belas­tun­gen ver­mei­den sol­len. Dazu gehö­ren Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen, Unter­wei­sun­gen, Betriebs­an­wei­sun­gen, Schutz­maß­nah­men und kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten.

Audit

Ein Audit ist eine sys­te­ma­ti­sche Prü­fung von Pro­zes­sen, Manage­ment­sys­te­men oder Nach­wei­sen anhand defi­nier­ter Anfor­de­run­gen. Es dient dazu, Schwach­stel­len zu erken­nen, Kon­for­mi­tät nach­zu­wei­sen und Ver­bes­se­run­gen abzu­lei­ten.

Auditfähigkeit

Audit­fä­hig­keit bedeu­tet, dass Pro­zes­se, Daten, Doku­men­ta­tio­nen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten so auf­ge­baut sind, dass sie durch eine inter­ne oder exter­ne Prü­fung nach­voll­zo­gen wer­den kön­nen. Ein Unter­neh­men ist audit­fä­hig, wenn Anfor­de­run­gen nicht nur beschrie­ben, son­dern auch belegt und prak­tisch umge­setzt sind.

Aufbauorganisation

Die Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on beschreibt die Struk­tur eines Unter­neh­mens. Sie legt fest, wel­che Berei­che, Rol­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Berichts­li­ni­en bestehen.

Ausschreibung

Eine Aus­schrei­bung ist ein for­ma­les Ver­fah­ren, bei dem Unter­neh­men Ange­bo­te für Leis­tun­gen, Pro­duk­te oder Pro­jek­te ein­rei­chen. Auf­trag­ge­ber nut­zen Aus­schrei­bun­gen, um Anbie­ter ver­gleich­bar zu bewer­ten und Auf­trä­ge trans­pa­rent zu ver­ge­ben.

B

Biodiversität

Bio­di­ver­si­tät beschreibt die Viel­falt des Lebens. Dazu gehö­ren die Viel­falt von Arten, Lebens­räu­men und gene­ti­schen Eigen­schaf­ten inner­halb von Pflan­zen, Tie­ren und Mikro­or­ga­nis­men.

Biodiversitätsschutz

Bio­di­ver­si­täts­schutz umfasst Maß­nah­men, die bio­lo­gi­sche Viel­falt erhal­ten, schüt­zen oder wie­der­her­stel­len. Ziel ist es, Lebens­räu­me zu sichern, Arten­ver­lust zu ver­mei­den und natür­li­che Öko­sys­te­me lang­fris­tig funk­ti­ons­fä­hig zu hal­ten.

Berichtspflicht

Eine Betriebs­an­wei­sung beschreibt kon­kre­te Ver­hal­tens­re­geln für siche­re Arbeits­ab­läu­fe, Tätig­kei­ten oder den Umgang mit Gefahr­stof­fen und Arbeits­mit­teln. Sie ist ein wich­ti­ges Instru­ment im Arbeits­schutz und hilft, Risi­ken im Arbeits­all­tag zu redu­zie­ren.

Betriebsanweisung

Berichts­pflicht bedeu­tet, dass Unter­neh­men ver­pflich­tet sind, bestimm­te Infor­ma­tio­nen regel­mä­ßig offen­zu­le­gen. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text betrifft das vor allem Anga­ben zu Umwelt, Sozia­lem, Unter­neh­mens­füh­rung, Risi­ken, Kenn­zah­len und Maß­nah­men.

BREEAM

BREEAM steht für Buil­ding Rese­arch Estab­lish­ment Envi­ron­men­tal Assess­ment Method. Es ist ein inter­na­tio­na­les Bewer­tungs­sys­tem für nach­hal­ti­ge Gebäu­de und wird genutzt, um öko­lo­gi­sche, sozia­le und wirt­schaft­li­che Qua­li­tä­ten von Immo­bi­li­en zu bewer­ten.

Brundtland Kommission

Die Brundt­land Kom­mis­si­on war eine Welt­kom­mis­si­on der Ver­ein­ten Natio­nen für Umwelt und Ent­wick­lung. Sie präg­te 1987 die bekann­te Defi­ni­ti­on nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung als Ent­wick­lung, die die Bedürf­nis­se der Gegen­wart erfüllt, ohne die Mög­lich­kei­ten künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen zu gefähr­den.

B Corp

B Corp ist eine Zer­ti­fi­zie­rung für Unter­neh­men, die sozia­le und öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung mit wirt­schaft­li­chem Han­deln ver­bin­den. Bewer­tet wer­den unter ande­rem Unter­neh­mens­füh­rung, Mit­ar­bei­ten­de, Umwelt, Kun­den und gesell­schaft­li­che Wir­kung.

Bilanzgrenze

Die Bilanz­gren­ze legt fest, wel­che Stand­or­te, Akti­vi­tä­ten, Pro­zes­se oder Emis­si­ons­quel­len in eine CO2 Bilanz ein­be­zo­gen wer­den. Sie ist ent­schei­dend dafür, dass Ergeb­nis­se nach­voll­zieh­bar, ver­gleich­bar und trans­pa­rent sind.

C

Carbon Accounting

Car­bon Accoun­ting beschreibt die sys­te­ma­ti­sche Erfas­sung, Berech­nung und Aus­wer­tung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Ziel ist es, Emis­sio­nen trans­pa­rent dar­zu­stel­len und als Grund­la­ge für Kli­ma­zie­le, Berich­te und Reduk­ti­ons­maß­nah­men zu nut­zen.

Carbon Disclosure Project (CDP)

Das Car­bon Dis­clo­sure Pro­ject, kurz CDP, ist eine inter­na­tio­na­le Platt­form zur Offen­le­gung von Umwelt und Kli­ma­da­ten. Unter­neh­men berich­ten dort unter ande­rem über Emis­sio­nen, Kli­ma­zie­le, Risi­ken und Maß­nah­men.

Carbon Footprint

Der Car­bon Foot­print beschreibt die Treib­haus­gas­emis­sio­nen, die durch ein Unter­neh­men, Pro­dukt, Pro­jekt oder eine Akti­vi­tät ent­ste­hen. Er wird meist in CO2 Äqui­va­len­ten ange­ge­ben, damit unter­schied­li­che Treib­haus­ga­se ver­gleich­bar wer­den.

CBAM

CBAM steht für Car­bon Bor­der Adjus­t­ment Mecha­nism. Der CO2 Grenz­aus­gleichs­me­cha­nis­mus der EU betrifft emis­si­ons­in­ten­si­ve Waren und soll sicher­stel­len, dass impor­tier­te Pro­duk­te ver­gleich­ba­ren CO2 Kos­ten unter­lie­gen wie Pro­duk­te inner­halb der EU.

CCF

CCF ist die Abkür­zung für Cor­po­ra­te Car­bon Foot­print. Gemeint ist die CO2 Bilanz eines Unter­neh­mens, die Emis­sio­nen aus Geschäfts­tä­tig­keit, Ener­gie­ver­brauch und Wert­schöp­fungs­ket­te erfasst.

Circular Economy

Cir­cu­lar Eco­no­my bedeu­tet Kreis­lauf­wirt­schaft. Ziel ist es, Pro­duk­te, Mate­ria­li­en und Res­sour­cen mög­lichst lan­ge im Wirt­schafts­kreis­lauf zu hal­ten, Abfäl­le zu ver­mei­den und Roh­stof­fe effi­zi­en­ter zu nut­zen.

CO2 Bilanz

Eine CO2 Bilanz erfasst die Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Unter­neh­mens, Pro­dukts oder Pro­jekts inner­halb fest­ge­leg­ter Sys­tem­gren­zen. Sie schafft Trans­pa­renz über Emis­si­ons­quel­len und bil­det die Grund­la­ge für Reduk­ti­on, Bericht­erstat­tung und Kli­ma­stra­te­gien.

CO2 Äquivalente

CO2 Äqui­va­len­te, kurz CO2e, machen unter­schied­li­che Treib­haus­ga­se ver­gleich­bar. Dabei wer­den Gase wie Methan oder Lach­gas anhand ihrer Kli­ma­wir­kung in eine gemein­sa­me Ein­heit umge­rech­net.

CO2 und THG Emissionen

CO2 und THG Emis­sio­nen beschrei­ben die Frei­set­zung von Koh­len­di­oxid und wei­te­ren Treib­haus­ga­sen in die Atmo­sphä­re. Neben CO2 gehö­ren dazu unter ande­rem Methan, Lach­gas und fluo­rier­te Gase.

Corporate Carbon Footprint

Der Cor­po­ra­te Car­bon Foot­print beschreibt die gesam­ten Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Unter­neh­mens inner­halb defi­nier­ter Sys­tem­gren­zen. Er dient als Grund­la­ge für Nach­hal­tig­keits­be­rich­te, ESG Ratings, Kun­den­an­for­de­run­gen und Kli­ma­stra­te­gien.

Corporate Governance

Cor­po­ra­te Gover­nan­ce beschreibt die Regeln, Struk­tu­ren und Kon­troll­me­cha­nis­men einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Unter­neh­mens­füh­rung. Dazu gehö­ren Trans­pa­renz, kla­re Zustän­dig­kei­ten, Risi­ko­ma­nage­ment und rechts­si­che­res Ver­hal­ten.

Corporate Responsibility

Cor­po­ra­te Respon­si­bi­li­ty beschreibt die umfas­sen­de Ver­ant­wor­tung eines Unter­neh­mens für sei­ne Aus­wir­kun­gen auf Gesell­schaft, Umwelt und Wirt­schaft. Der Begriff wird häu­fig als Ober­be­griff für sozia­le, öko­lo­gi­sche und ethi­sche Ver­ant­wor­tung ver­wen­det.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty beschreibt die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung von Unter­neh­men für sozia­le, öko­lo­gi­sche und wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen. CSR umfasst Maß­nah­men, mit denen Unter­neh­men Ver­ant­wor­tung über gesetz­li­che Min­dest­an­for­de­run­gen hin­aus über­neh­men.

CSDDD

CSRD steht für Cor­po­ra­te Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Direc­ti­ve. Die EU Richt­li­nie regelt, wel­che Unter­neh­men über Nach­hal­tig­keit berich­ten müs­sen und wel­che Infor­ma­tio­nen zu Umwelt, Sozia­lem und Unter­neh­mens­füh­rung offen­ge­legt wer­den sol­len.

CSRD

CSDDD steht für Cor­po­ra­te Sus­taina­bi­li­ty Due Dili­gence Direc­ti­ve. Die EU Richt­li­nie regelt unter­neh­me­ri­sche Sorg­falts­pflich­ten ent­lang der Lie­fer­ket­te und betrifft vor allem Men­schen­rech­te und Umwelt­aspek­te.

D

Datenqualität

Daten­qua­li­tät beschreibt, wie voll­stän­dig, kor­rekt, nach­voll­zieh­bar und aktu­ell Daten sind. Im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment ist sie ent­schei­dend, damit CO2 Bilan­zen, ESG Kenn­zah­len und Berich­te belast­bar sind.

Dekarbonisierung

Dekar­bo­ni­sie­rung beschreibt die schritt­wei­se Reduk­ti­on von CO2 Emis­sio­nen in Unter­neh­men, Pro­zes­sen oder Pro­duk­ten. Ziel ist es, fos­si­le Ener­gie­trä­ger zu ver­rin­gern und kli­ma­wirk­sa­me Emis­sio­nen dau­er­haft zu sen­ken.

DGNB

DGNB steht für Deut­sche Gesell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bau­en. Im Unter­neh­mens­all­tag ist meist das DGNB Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem gemeint, mit dem Gebäu­de, Quar­tie­re und Innen­räu­me nach Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en bewer­tet wer­den.

DNK

DNK steht für Deut­scher Nach­hal­tig­keits­ko­dex. Er ist ein Berichts­rah­men, mit dem Unter­neh­men ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung struk­tu­riert dar­stel­len kön­nen.

DNSH Kriterien

DNSH steht für Do No Signi­fi­cant Harm. Die Kri­te­ri­en sol­len sicher­stel­len, dass eine wirt­schaft­li­che Tätig­keit kei­nem Umwelt­ziel erheb­lich scha­det.

DPP

DPP steht für Digi­tal Pro­duct Pass­port. Der digi­ta­le Pro­dukt­pass soll künf­tig pro­dukt­be­zo­ge­ne Infor­ma­tio­nen zu Mate­ria­li­en, Repa­ra­tur, Recy­cling und Umwelt­merk­ma­len digi­tal ver­füg­bar machen und ist eng mit der ESPR ver­bun­den.

Doppelte Wesentlichkeit

Dop­pel­te Wesent­lich­keit bedeu­tet, dass Nach­hal­tig­keits­the­men aus zwei Per­spek­ti­ven bewer­tet wer­den. Betrach­tet wer­den die Aus­wir­kun­gen des Unter­neh­mens auf Umwelt und Gesell­schaft sowie finan­zi­el­le Risi­ken und Chan­cen für das Unter­neh­men.

Due Diligence

Due Dili­gence bezeich­net eine sorg­fäl­ti­ge Prü­fung von Risi­ken, Pflich­ten und Aus­wir­kun­gen eines Unter­neh­mens oder Vor­ha­bens. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text geht es häu­fig um men­schen­recht­li­che, öko­lo­gi­sche oder lie­fer­ket­ten­be­zo­ge­ne Sorg­falts­pflich­ten.

E

EcoVadis

Eco­Va­dis ist eine Platt­form zur Bewer­tung der Nach­hal­tig­keits­leis­tung von Unter­neh­men. Bewer­tet wer­den unter ande­rem Umwelt, Arbeits­be­din­gun­gen, Ethik und nach­hal­ti­ge Beschaf­fung.

EMAS

EMAS steht für Eco Manage­ment and Audit Sche­me. Es ist ein frei­wil­li­ges euro­päi­sches Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem, mit dem Unter­neh­men ihre Umwelt­leis­tung sys­te­ma­tisch ver­bes­sern und trans­pa­rent berich­ten kön­nen.

Emissionsfaktor

Ein Emis­si­ons­fak­tor gibt an, wie vie­le Treib­haus­gas­emis­sio­nen durch eine bestimm­te Akti­vi­tät ent­ste­hen. In der CO2 Bilanz wird er genutzt, um Akti­vi­täts­da­ten wie Strom­ver­brauch, Kraft­stoff­men­gen oder Trans­port­ki­lo­me­ter in CO2 Äqui­va­len­te umzu­rech­nen.

EmpCo

Emp­Co steht für „Empowe­ring Con­su­mers for the Green Tran­si­ti­on“ und bezeich­net die EU Richt­li­nie 2024/825 gegen irre­füh­ren­de Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­ti­on. Sie soll Green­wa­shing ver­hin­dern und ver­langt, dass Umwelt und Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen von Unter­neh­men klar, beleg­bar und nach­voll­zieh­bar sind.

Energieaudit

Ein Ener­gie­au­dit ist eine sys­te­ma­ti­sche Ana­ly­se des Ener­gie­ver­brauchs eines Unter­neh­mens. Ziel ist es, Ein­spar­po­ten­zia­le zu erken­nen und Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz abzu­lei­ten.

Energieeffizienz

Ener­gie­ef­fi­zi­enz beschreibt das Ver­hält­nis zwi­schen ein­ge­setz­ter Ener­gie und erziel­tem Nut­zen. Unter­neh­men ver­bes­sern ihre Ener­gie­ef­fi­zi­enz, wenn sie mit weni­ger Ener­gie den­sel­ben oder einen höhe­ren Out­put errei­chen.

Energiemanagementsystem

Ein Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem ist ein struk­tu­rier­ter Ansatz zur Erfas­sung, Steue­rung und Ver­bes­se­rung von Ener­gie­ver­bräu­chen im Unter­neh­men. Häu­fig wird es nach ISO 50001 auf­ge­baut und für Audits oder Zer­ti­fi­zie­run­gen genutzt.

Erneuerbare Energien

Erneu­er­ba­re Ener­gien stam­men aus Quel­len, die sich natür­lich erneu­ern oder dau­er­haft ver­füg­bar sind. Dazu gehö­ren Son­nen­en­er­gie, Wind­ener­gie, Was­ser­kraft, Bio­mas­se und Geo­ther­mie.

ESG

ESG steht für Envi­ron­ment, Social und Gover­nan­ce. Der Begriff beschreibt Umwelt, Sozia­les und Unter­neh­mens­füh­rung als zen­tra­le Bewer­tungs­be­rei­che für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten.

ESG Rating

Ein ESG Rating bewer­tet, wie ein Unter­neh­men in den Berei­chen Umwelt, Sozia­les und Unter­neh­mens­füh­rung auf­ge­stellt ist. Sol­che Bewer­tun­gen wer­den von Kun­den, Ban­ken, Inves­to­ren oder Rating­platt­for­men genutzt.

ESG Score

Ein ESG Score ist ein Bewer­tungs­wert, der die Nach­hal­tig­keits­leis­tung eines Unter­neh­mens zusam­men­fasst. Typi­sche Kenn­zah­len betref­fen zum Bei­spiel CO2 Emis­sio­nen, Ener­gie­ver­brauch, Arbeits­si­cher­heit, Gover­nan­ce oder den Gen­der Pay Gap.

ESPR

ESPR steht für Ecode­sign for Sus­tainable Pro­ducts Regu­la­ti­on. Die EU Ver­ord­nung legt Anfor­de­run­gen an nach­hal­ti­ge­re Pro­duk­te fest, etwa zu Halt­bar­keit, Repa­rier­bar­keit, Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz, Recy­cling­fä­hig­keit und digi­ta­len Pro­dukt­päs­sen.

ESRS

ESRS steht für Euro­pean Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Stan­dards. Die Stan­dards legen fest, wel­che Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen Unter­neh­men im Rah­men der CSRD berich­ten müs­sen.

EUDR

EUDR steht für Euro­pean Defo­re­sta­ti­on Regu­la­ti­on. Die EU Ent­wal­dungs­ver­ord­nung betrifft bestimm­te Roh­stof­fe und Pro­duk­te wie Holz, Kakao, Kaf­fee, Soja, Rind, Palm­öl und Kau­tschuk und ver­pflich­tet Unter­neh­men zu ent­wal­dungs­frei­en Lie­fer­ket­ten.

EU Taxonomie

Die EU Taxo­no­mie ist ein Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem für öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Wirt­schafts­tä­tig­kei­ten. Sie defi­niert, wann eine Akti­vi­tät als nach­hal­tig gel­ten kann und wel­che Anfor­de­run­gen dafür erfüllt sein müs­sen.

European Green Deal

Der Euro­pean Green Deal ist die Wachs­tums und Kli­ma­stra­te­gie der Euro­päi­schen Uni­on. Ziel ist es, Euro­pa bis 2050 kli­ma­neu­tral zu machen und Wirt­schaft, Ener­gie, Mobi­li­tät und Indus­trie ent­spre­chend umzu­bau­en.

F

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Eine Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit unter­stützt Unter­neh­men dabei, Arbeits­schutz geset­zes­kon­form und wirk­sam umzu­set­zen. Sie berät zu Gefähr­dun­gen, Schutz­maß­nah­men, Unter­wei­sun­gen und der siche­ren Gestal­tung von Arbeits­plät­zen.

Förderfähigkeit

För­der­fä­hig­keit beschreibt, ob ein Vor­ha­ben die Vor­aus­set­zun­gen eines För­der­pro­gramms erfüllt. Ent­schei­dend sind unter ande­rem Ziel­set­zung, Pro­jekt­in­halt, Unter­neh­mens­grö­ße, Stand­ort, Kos­ten­struk­tur und Zeit­punkt des Pro­jekt­be­ginns.

Fördermittel

För­der­mit­tel sind finan­zi­el­le Unter­stüt­zun­gen von Bund, Län­dern oder der EU für Unter­neh­men, Kom­mu­nen oder Orga­ni­sa­tio­nen. Sie kön­nen als Zuschüs­se, Dar­le­hen oder ande­re Finan­zie­rungs­in­stru­men­te bereit­ge­stellt wer­den.

Förderprogramm

Ein För­der­pro­gramm legt fest, wel­che Vor­ha­ben finan­zi­ell unter­stützt wer­den und wel­che Bedin­gun­gen dafür gel­ten. Es beschreibt Ziel­grup­pe, För­der­ge­gen­stand, För­der­hö­he, Fris­ten und Nach­weis­pflich­ten.

Förderquote

Die För­der­quo­te gibt an, wel­cher Anteil der för­der­fä­hi­gen Kos­ten durch ein För­der­pro­gramm über­nom­men wird. Sie wird meist in Pro­zent ange­ge­ben und hängt vom Pro­gramm, der Unter­neh­mens­grö­ße und dem Pro­jekt­in­halt ab.

Forschungs und Entwicklungsvorhaben

Ein For­schungs und Ent­wick­lungs­vor­ha­ben beschreibt ein Pro­jekt, bei dem neue Pro­duk­te, Pro­zes­se, Tech­no­lo­gien oder Dienst­leis­tun­gen ent­wi­ckelt wer­den. Sol­che Vor­ha­ben sind häu­fig för­der­fä­hig, wenn sie tech­nisch anspruchs­voll, inno­va­tiv und mit Ent­wick­lungs­ri­si­ken ver­bun­den sind.

FuE

FuE steht für For­schung und Ent­wick­lung. Gemeint sind sys­te­ma­ti­sche Akti­vi­tä­ten zur Gewin­nung neu­er Erkennt­nis­se oder zur Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te, Ver­fah­ren, Tech­no­lo­gien oder Dienst­leis­tun­gen.

Fußabdruck

Der Begriff Fuß­ab­druck beschreibt die Aus­wir­kun­gen einer Akti­vi­tät, eines Pro­dukts, eines Unter­neh­mens oder einer Orga­ni­sa­ti­on auf Umwelt oder Gesell­schaft. Im Kli­ma­kon­text wird damit häu­fig der Car­bon Foot­print oder CO2 Fuß­ab­druck gemeint.

G

Gefährdungsbeurteilung

Eine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung ist die sys­te­ma­ti­sche Ermitt­lung und Bewer­tung von Risi­ken am Arbeits­platz. Sie bil­det die Grund­la­ge für geeig­ne­te Schutz­maß­nah­men, Unter­wei­sun­gen und eine siche­re Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on.

Gender Pay Gap

Der Gen­der Pay Gap beschreibt den Unter­schied zwi­schen den durch­schnitt­li­chen Ent­gel­ten von Frau­en und Män­nern. Im ESG Kon­text ist er eine wich­ti­ge Kenn­zahl für Gleich­stel­lung, fai­re Ver­gü­tung und sozia­le Nach­hal­tig­keit.

GHG Protocol

Das GHG Pro­to­col ist ein inter­na­tio­nal aner­kann­ter Stan­dard zur Bilan­zie­rung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Es defi­niert unter ande­rem Scope 1, Scope 2 und Scope 3 und wird häu­fig für Cor­po­ra­te Car­bon Foot­prints genutzt.

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Glo­bal Report­ing Initia­ti­ve, kurz GRI, stellt inter­na­tio­nal ver­brei­te­te Stan­dards für Nach­hal­tig­keits­be­rich­te bereit. Unter­neh­men nut­zen GRI, um ihre öko­lo­gi­schen, sozia­len und wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen struk­tu­riert offen­zu­le­gen.

Governance

Gover­nan­ce beschreibt Regeln, Struk­tu­ren und Pro­zes­se einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Unter­neh­mens­füh­rung. Dazu gehö­ren kla­re Zustän­dig­kei­ten, Trans­pa­renz, Com­pli­ance, Risi­ko­ma­nage­ment und wirk­sa­me Kon­troll­me­cha­nis­men.

Greenwashing

Green­wa­shing bezeich­net eine irre­füh­ren­de Dar­stel­lung von Pro­duk­ten, Leis­tun­gen oder Unter­neh­men als nach­hal­ti­ger, als sie tat­säch­lich sind. Es ent­steht häu­fig durch unkla­re Aus­sa­gen, feh­len­de Nach­wei­se oder über­zo­ge­ne Nach­hal­tig­keits­ver­spre­chen.

GRI Standards

Die GRI Stan­dards sind ein Rah­men­werk für die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung. Sie hel­fen Unter­neh­men, rele­van­te Nach­hal­tig­keits­the­men, Kenn­zah­len und Aus­wir­kun­gen nach­voll­zieh­bar dar­zu­stel­len.

Grundbetreuung

Grund­be­treu­ung beschreibt im Arbeits­schutz die regel­mä­ßi­ge sicher­heits­tech­ni­sche und arbeits­me­di­zi­ni­sche Betreu­ung eines Unter­neh­mens. Der Umfang rich­tet sich unter ande­rem nach Bran­che, Betriebs­grö­ße und Gefähr­dungs­po­ten­zi­al.

I

Impact

Impact beschreibt die Wir­kung, die ein Unter­neh­men, Pro­jekt oder eine Maß­nah­me auf Umwelt, Gesell­schaft oder Wirt­schaft hat. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text geht es dar­um, nicht nur Akti­vi­tä­ten zu beschrei­ben, son­dern deren tat­säch­li­che Aus­wir­kun­gen sicht­bar zu machen.

Impact Investing

Impact Inves­t­ing bezeich­net Inves­ti­tio­nen, die neben einer finan­zi­el­len Ren­di­te auch eine mess­ba­re posi­ti­ve Wir­kung auf Umwelt oder Gesell­schaft erzie­len sol­len. Bei­spie­le sind Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gien, sozia­le Infra­struk­tur oder nach­hal­ti­ge Geschäfts­mo­del­le.

Indirekte Emissionen

Indi­rek­te Emis­sio­nen ent­ste­hen nicht direkt im Unter­neh­men, son­dern durch ein­ge­kauf­te Ener­gie oder ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Strom­be­zug, Trans­por­te, ein­ge­kauf­te Waren, Dienst­rei­sen oder die Nut­zung ver­kauf­ter Pro­duk­te.

Innovationsprojekt

Ein Inno­va­ti­ons­pro­jekt ist ein struk­tu­rier­tes Vor­ha­ben zur Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te, Pro­zes­se, Tech­no­lo­gien oder Geschäfts­mo­del­le. Sol­che Pro­jek­te sind häu­fig mit tech­ni­schen oder wirt­schaft­li­chen Risi­ken ver­bun­den und kön­nen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen för­der­fä­hig sein.

ISO 9001

ISO 9001 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Qua­li­täts­ma­nage­ment­sys­te­me. Sie unter­stützt Unter­neh­men dabei, Pro­zes­se zu struk­tu­rie­ren, Qua­li­tät nach­voll­zieh­bar zu sichern und Kun­den­er­war­tun­gen zuver­läs­sig zu erfül­len.

ISO 14001

ISO 14001 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Umwelt­ma­nage­ment­sys­te­me. Sie unter­stützt Unter­neh­men dabei, Umwelt­aspek­te sys­te­ma­tisch zu erfas­sen, Umwelt­zie­le fest­zu­le­gen und Umwelt­ma­nage­ment dau­er­haft im Betrieb zu ver­an­kern.

ISO 14064

ISO 14064 ist eine Nor­men­rei­he zur Bilan­zie­rung, Bericht­erstat­tung und Prü­fung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen auf Orga­ni­sa­ti­ons­ebe­ne. Sie wird häu­fig für CO2 Bilan­zen und deren Veri­fi­zie­rung genutzt.

ISO 14067

ISO 14067 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Pro­duct Car­bon Foot­prints. Sie beschreibt Anfor­de­run­gen an die Berech­nung und Bericht­erstat­tung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Pro­dukts über defi­nier­te Lebens­zy­klus­pha­sen.

ISO 27001

ISO 27001 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Infor­ma­ti­ons­si­cher­heits­ma­nage­ment­sys­te­me. Sie hilft Unter­neh­men, Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit struk­tu­riert zu steu­ern, Risi­ken zu bewer­ten und sen­si­ble Daten bes­ser zu schüt­zen.

ISO 45001

ISO 45001 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Manage­ment­sys­te­me für Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit. Sie unter­stützt Unter­neh­men dabei, Arbeits­ri­si­ken sys­te­ma­tisch zu redu­zie­ren, Arbeits­schutz zu struk­tu­rie­ren und siche­re Arbeits­be­din­gun­gen zu schaf­fen.

ISO 50001

ISO 50001 ist eine inter­na­tio­na­le Norm für Ener­gie­ma­nage­ment­sys­te­me. Sie hilft Unter­neh­men, Ener­gie­ver­bräu­che sys­te­ma­tisch zu erfas­sen, Ein­spar­po­ten­zia­le zu iden­ti­fi­zie­ren und Ener­gie­ef­fi­zi­enz kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern.

K

Kenzahlen

Kenn­zah­len sind mess­ba­re Wer­te, mit denen Unter­neh­men Ent­wick­lun­gen, Leis­tun­gen oder Ziel­er­rei­chung bewer­ten kön­nen. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text gehö­ren dazu zum Bei­spiel Ener­gie­ver­brauch, CO2 Emis­sio­nen, Abfall­men­gen, Arbeits­un­fäl­le oder der Gen­der Pay Gap.

Klimaanpassungsmaßnahmen

Kli­ma­an­pas­sungs­maß­nah­men sind Maß­nah­men, mit denen sich Unter­neh­men auf Fol­gen des Kli­ma­wan­dels vor­be­rei­ten. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Hit­ze­schutz, Stark­re­gen­vor­sor­ge, Anpas­sung von Gebäu­den, Not­fall­plä­ne oder robus­te Lie­fer­ket­ten.

Klimabilanz

Eine Kli­ma­bi­lanz erfasst die Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Unter­neh­mens, Pro­dukts, Pro­jekts oder einer Orga­ni­sa­ti­on. Der Begriff wird häu­fig syn­onym zur CO2 Bilanz ver­wen­det, umfasst aber grund­sätz­lich alle rele­van­ten Treib­haus­ga­se.

Klimaneutralität

Kli­ma­neu­tra­li­tät bedeu­tet, dass ver­ur­sach­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen bilan­ziert, redu­ziert und ver­blei­ben­de Emis­sio­nen aus­ge­gli­chen wer­den. Der Begriff wird zuneh­mend kri­tisch betrach­tet, weil Aus­sa­gen dazu klar belegt und trans­pa­rent kom­mu­ni­ziert wer­den müs­sen.

Klimarisiko

Kli­ma­ri­si­ken sind Risi­ken, die durch den Kli­ma­wan­del oder durch den Über­gang zu einer kli­ma­freund­li­che­ren Wirt­schaft ent­ste­hen. Dazu gehö­ren phy­si­sche Risi­ken wie Hit­ze oder Stark­re­gen sowie tran­si­to­ri­sche Risi­ken durch Regu­lie­rung, Markt­ver­än­de­run­gen oder stei­gen­de CO2 Kos­ten.

Klimastrategie

Eine Kli­ma­stra­te­gie beschreibt, wie ein Unter­neh­men sei­ne Treib­haus­gas­emis­sio­nen sys­te­ma­tisch erfas­sen, redu­zie­ren und steu­ern will. Grund­la­ge ist meist eine CO2 Bilanz, aus der Zie­le, Maß­nah­men und Prio­ri­tä­ten abge­lei­tet wer­den.

Klimawandel

Kli­ma­wan­del beschreibt die lang­fris­ti­ge Ver­än­de­rung des Kli­mas durch natür­li­che Pro­zes­se und mensch­li­che Ein­flüs­se. Im Unter­neh­mens­kon­text sind vor allem stei­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren, Extrem­wet­ter, regu­la­to­ri­sche Anfor­de­run­gen und ver­än­der­te Markt­be­din­gun­gen rele­vant.

Kompensation

Kom­pen­sa­ti­on bedeu­tet, ver­blei­ben­de Treib­haus­gas­emis­sio­nen durch Kli­ma­schutz­pro­jek­te aus­zu­glei­chen. Sie ersetzt kei­ne Emis­si­ons­re­duk­ti­on und soll­te nur für Emis­sio­nen genutzt wer­den, die aktu­ell nicht ver­meid­bar sind.

Kreislaufwirtschaft

Kreis­lauf­wirt­schaft beschreibt ein Wirt­schafts­sys­tem, in dem Pro­duk­te, Mate­ria­li­en und Res­sour­cen mög­lichst lan­ge genutzt, wie­der­ver­wen­det, repa­riert oder recy­celt wer­den. Ziel ist es, Abfäl­le zu ver­mei­den und den Ver­brauch neu­er Roh­stof­fe zu redu­zie­ren.

KMU

KMU steht für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men. Nach EU Defi­ni­ti­on gel­ten Unter­neh­men als KMU, wenn sie weni­ger als 250 Mit­ar­bei­ten­de beschäf­ti­gen und ent­we­der höchs­tens 50 Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz erzie­len oder eine Jah­res­bi­lanz­sum­me von höchs­tens 43 Mil­lio­nen Euro auf­wei­sen.

L

Lebenszyklusanalyse (LCA)

Eine Lebens­zy­klus­ana­ly­se oder eine Life Cycle Ana­ly­sis (LCA) bewer­tet die Umwelt­wir­kun­gen eines Pro­dukts über defi­nier­te Lebens­zy­klus­pha­sen hin­weg. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Roh­stoff­ge­win­nung, Her­stel­lung, Trans­port, Nut­zung und Ent­sor­gung.

LkSG

LkSG steht für Lie­fer­ket­ten­sorg­falts­pflich­ten­ge­setz. Es ver­pflich­tet bestimm­te Unter­neh­men, men­schen­recht­li­che und umwelt­be­zo­ge­ne Risi­ken in ihren Lie­fer­ket­ten zu berück­sich­ti­gen.

Lieferkette

Die Lie­fer­ket­te umfasst alle vor­ge­la­ger­ten und nach­ge­la­ger­ten Schrit­te, die zur Her­stel­lung, Lie­fe­rung, Nut­zung und Ent­sor­gung eines Pro­dukts oder einer Dienst­leis­tung gehö­ren. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text geht es dabei häu­fig um Umwelt­wir­kun­gen, Men­schen­rech­te, Arbeits­be­din­gun­gen und Trans­pa­renz.

Lieferkettensorgfaltspflicht

Lie­fer­ket­ten­sorg­falts­pflicht beschreibt die Ver­ant­wor­tung von Unter­neh­men, men­schen­recht­li­che und öko­lo­gi­sche Risi­ken in ihren Lie­fer­ket­ten zu erken­nen, zu bewer­ten und ange­mes­sen zu adres­sie­ren. Sie ist beson­ders rele­vant bei Lie­fe­ran­ten­be­wer­tung, Risi­ko­ma­nage­ment und Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung.

Lieferantenbewertung

Eine Lie­fe­ran­ten­be­wer­tung beur­teilt Lie­fe­ran­ten anhand defi­nier­ter Kri­te­ri­en wie Qua­li­tät, Zuver­läs­sig­keit, Kos­ten, Umwelt­leis­tung, Arbeits­be­din­gun­gen oder Com­pli­ance. Im ESG Kon­text wer­den zuneh­mend Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en in die Bewer­tung auf­ge­nom­men.

Lieferantenaudit

Ein Lie­fe­ran­ten­au­dit ist eine sys­te­ma­ti­sche Prü­fung eines Lie­fe­ran­ten anhand fest­ge­leg­ter Anfor­de­run­gen. Dabei kön­nen unter ande­rem Qua­li­tät, Umwelt­ma­nage­ment, Arbeits­schutz, sozia­le Stan­dards oder Nach­hal­tig­keits­nach­wei­se bewer­tet wer­den.

Luotse

Luot­se ist ein von Texul­ting genutz­ter Ansatz zur struk­tu­rier­ten Erfas­sung und Steue­rung von Unter­neh­mens­pflich­ten. Ziel ist es, recht­li­che, nor­ma­ti­ve und inter­ne Anfor­de­run­gen ver­ständ­lich auf­zu­be­rei­ten, Zustän­dig­kei­ten fest­zu­le­gen und Pflich­ten im Unter­neh­men wirk­sam umzu­set­zen.

M

Managementsystem

Ein Manage­ment­sys­tem beschreibt struk­tu­rier­te Regeln, Pro­zes­se und Ver­ant­wort­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men bestimm­te The­men sys­te­ma­tisch steu­ern. Bei­spie­le sind Qua­li­täts­ma­nage­ment, Umwelt­ma­nage­ment, Ener­gie­ma­nage­ment, Arbeits­schutz oder Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit.

Materialität

Mate­ria­li­tät beschreibt, wel­che The­men für ein Unter­neh­men oder sei­ne Stake­hol­der wesent­lich sind. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text wird häu­fig geprüft, wel­che öko­lo­gi­schen, sozia­len oder wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen beson­ders rele­vant sind.

Maßnahmenplan

Ein Maß­nah­men­plan beschreibt kon­kre­te Schrit­te, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Fris­ten und Res­sour­cen zur Umset­zung defi­nier­ter Zie­le. Im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment hilft er, aus Ana­ly­sen und Stra­te­gien prak­ti­sche Umset­zung zu machen.

Minderungsmaßnahme

Eine Min­de­rungs­maß­nah­me ist eine Maß­nah­me, die nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen oder Risi­ken redu­ziert. Im Kli­ma­kon­text sind damit häu­fig Maß­nah­men gemeint, die Treib­haus­gas­emis­sio­nen ver­rin­gern oder Kli­ma­ri­si­ken begren­zen.

Mobilitätsemissionen

Mobi­li­täts­emis­sio­nen sind Treib­haus­gas­emis­sio­nen, die durch Dienst­rei­sen, Fuhr­park, Pen­del­we­ge oder Trans­port­be­we­gun­gen ent­ste­hen. Sie kön­nen je nach Bilanz­um­fang in Scope 1, Scope 2 oder Scope 3 einer CO2 Bilanz fal­len.

Monitoring

Moni­to­ring bezeich­net die regel­mä­ßi­ge Erfas­sung, Über­wa­chung und Aus­wer­tung von Daten oder Maß­nah­men. Im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment dient es dazu, Fort­schrit­te sicht­bar zu machen und Ziel­er­rei­chung nach­voll­zieh­bar zu steu­ern.

N

Nachhaltigkeit

Nach­hal­tig­keit beschreibt ein Han­deln, das öko­lo­gi­sche, sozia­le und wirt­schaft­li­che Aspek­te mit­ein­an­der ver­bin­det. Ziel ist es, heu­ti­ge Bedürf­nis­se zu erfül­len, ohne die Lebens­grund­la­gen und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten zukünf­ti­ger Gene­ra­tio­nen zu gefähr­den.

Nachhaltigkeitsbericht

Ein Nach­hal­tig­keits­be­richt stellt dar, wie ein Unter­neh­men mit Umwelt, sozia­len The­men und Unter­neh­mens­füh­rung umgeht. Er ent­hält rele­van­te The­men, Kenn­zah­len, Zie­le und Maß­nah­men und wird häu­fig nach Stan­dards wie GRI, VSME oder ESRS erstellt.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung beschreibt die struk­tu­rier­te Offen­le­gung von Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen durch Unter­neh­men. Dazu gehö­ren Anga­ben zu Umwelt, Sozia­lem, Gover­nan­ce, Risi­ken, Aus­wir­kun­gen, Zie­len und Maß­nah­men.

Nachhaltigkeitskennzahlen

Nach­hal­tig­keits­kenn­zah­len sind mess­ba­re Wer­te, mit denen Unter­neh­men ihre öko­lo­gi­sche, sozia­le oder wirt­schaft­li­che Leis­tung bewer­ten. Bei­spie­le sind CO2 Emis­sio­nen, Ener­gie­ver­brauch, Abfall­men­gen, Arbeits­un­fäl­le oder der Gen­der Pay Gap.

Nachhaltigkeitsmanagement

Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment beschreibt die sys­te­ma­ti­sche Steue­rung von Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men. Es ver­bin­det Zie­le, Maß­nah­men, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Kenn­zah­len und Pro­zes­se, damit Nach­hal­tig­keit nicht nur berich­tet, son­dern umge­setzt wird.

Nachhaltigkeitsstrategie

Eine Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie legt fest, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men für ein Unter­neh­men wich­tig sind und wie die­se bear­bei­tet wer­den. Sie ver­bin­det lang­fris­ti­ge Zie­le mit kon­kre­ten Maß­nah­men, Zustän­dig­kei­ten und Kenn­zah­len.

Nachhaltigkeitsziel

Ein Nach­hal­tig­keits­ziel beschreibt einen ange­streb­ten Zustand oder eine kon­kre­te Ver­bes­se­rung im Bereich Nach­hal­tig­keit. Bei­spie­le sind die Reduk­ti­on von CO2 Emis­sio­nen, gerin­ge­rer Ener­gie­ver­brauch, weni­ger Abfall oder bes­se­re Arbeits­si­cher­heit.

Net Zero

Net Zero bedeu­tet, dass die ver­blei­ben­den Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Unter­neh­mens durch dau­er­haf­te Emis­si­ons­min­de­run­gen und den Aus­gleich nicht ver­meid­ba­rer Rest­emis­sio­nen auf net­to null gebracht wer­den. Der Fokus liegt dabei zuerst auf der tat­säch­li­chen Reduk­ti­on von Emis­sio­nen.

Norm

Eine Norm ist ein doku­men­tier­ter Stan­dard, der Anfor­de­run­gen, Regeln oder Emp­feh­lun­gen für bestimm­te Pro­zes­se, Pro­duk­te oder Manage­ment­sys­te­me fest­legt. Bei­spie­le sind ISO 9001 für Qua­li­täts­ma­nage­ment, ISO 14001 für Umwelt­ma­nage­ment und ISO 50001 für Ener­gie­ma­nage­ment.

O

Offenlegung

Offen­le­gung bedeu­tet, dass Unter­neh­men bestimm­te Infor­ma­tio­nen trans­pa­rent bereit­stel­len. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text betrifft das häu­fig Daten zu Umwelt, Sozia­lem, Gover­nan­ce, Risi­ken, Zie­len und Maß­nah­men.

Ökobilanz

Eine Öko­bi­lanz bewer­tet die Umwelt­wir­kun­gen eines Pro­dukts, Pro­zes­ses oder einer Dienst­leis­tung über defi­nier­te Lebens­zy­klus­pha­sen hin­weg. Sie wird häu­fig als Grund­la­ge für Pro­duct Car­bon Foot­prints oder Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­tio­nen genutzt.

Ökologische Nachhaltigkeit

Öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit beschreibt den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit natür­li­chen Res­sour­cen und Umwelt­wir­kun­gen. Dazu gehö­ren Kli­ma­schutz, Res­sour­cen­scho­nung, Bio­di­ver­si­tät, Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Abfall­ver­mei­dung und Emis­si­ons­re­duk­ti­on.

Omnibus

Omni­bus bezeich­net im EU Kon­text ein Gesetz­ge­bungs­pa­ket, mit dem bestehen­de Nach­hal­tig­keits­vor­ga­ben ange­passt oder ver­ein­facht wer­den sol­len. Betrof­fen sein kön­nen unter ande­rem Berichts­pflich­ten, Lie­fer­ket­ten­an­for­de­run­gen und Taxo­no­mie Rege­lun­gen.

Organisationale Resilienz

Orga­ni­sa­tio­na­le Resi­li­enz beschreibt die Fähig­keit eines Unter­neh­mens, auf Ver­än­de­run­gen, Kri­sen und exter­ne Belas­tun­gen hand­lungs­fä­hig zu reagie­ren. Dazu gehö­ren sta­bi­le Pro­zes­se, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Anpas­sungs­fä­hig­keit und vor­aus­schau­en­des Risi­ko­ma­nage­ment.

P

Paris Abkommen

Das Paris Abkom­men ist ein inter­na­tio­na­les Kli­ma­schutz­ab­kom­men mit dem Ziel, die glo­ba­le Erwär­mung deut­lich unter 2 Grad Cel­si­us und mög­lichst auf 1,5 Grad Cel­si­us zu begren­zen. Es bil­det die Grund­la­ge für vie­le natio­na­le Kli­ma­zie­le, Unter­neh­mens­stra­te­gien und wis­sen­schafts­ba­sier­te Reduk­ti­ons­pfa­de.

PCF

PCF steht für Pro­duct Car­bon Foot­print und beschreibt die Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Pro­dukts über defi­nier­te Lebens­zy­klus­pha­sen hin­weg. Er wird häu­fig genutzt, wenn Kun­den, Aus­schrei­bun­gen oder Lie­fer­ket­ten kon­kre­te Emis­si­ons­da­ten zu Pro­duk­ten ver­lan­gen.

Product Carbon Footprint

Der Pro­duct Car­bon Foot­print beschreibt die Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines ein­zel­nen Pro­dukts. Je nach Ziel­set­zung wer­den Emis­sio­nen von der Roh­stoff­ge­win­nung bis zum Werks­tor oder über den gesam­ten Lebens­zy­klus betrach­tet.

Pflichtenmanagement

Pflich­ten­ma­nage­ment beschreibt die struk­tu­rier­te Erfas­sung, Bewer­tung und Umset­zung gesetz­li­cher, nor­ma­ti­ver oder inter­ner Anfor­de­run­gen. Es hilft Unter­neh­men, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Fris­ten und Nach­wei­se nach­voll­zieh­bar zu steu­ern.

PPWR

PPWR steht für Pack­a­ging and Pack­a­ging Was­te Regu­la­ti­on. Die EU Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung ent­hält Anfor­de­run­gen an Ver­pa­ckun­gen und Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le, unter ande­rem zu Recy­cling­fä­hig­keit, Rezy­klat­an­tei­len, Wie­der­ver­wen­dung und Kenn­zeich­nung.

Primärdaten

Pri­mär­da­ten sind direkt im Unter­neh­men erho­be­ne Daten. Bei einer CO2 Bilanz sind das zum Bei­spiel tat­säch­li­che Ener­gie­ver­bräu­che, Kraft­stoff­men­gen, Pro­duk­ti­ons­da­ten, Trans­port­da­ten oder Ein­kaufs­in­for­ma­tio­nen.

Prozessmanagement

Pro­zess­ma­nage­ment beschreibt die sys­te­ma­ti­sche Gestal­tung, Steue­rung und Ver­bes­se­rung von Abläu­fen im Unter­neh­men. Ziel ist es, Arbeits­schrit­te klar zu struk­tu­rie­ren, Schnitt­stel­len zu ver­bes­sern und Effi­zi­enz sowie Qua­li­tät zu erhö­hen.

Projektmanagement

Pro­jekt­ma­nage­ment umfasst die Pla­nung, Steue­rung und Umset­zung zeit­lich begrenz­ter Vor­ha­ben. Dazu gehö­ren Zie­le, Res­sour­cen, Ter­mi­ne, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Risi­ko­steue­rung.

Projektträger

Ein Pro­jekt­trä­ger betreut För­der­pro­gram­me im Auf­trag von Minis­te­ri­en oder öffent­li­chen Stel­len. Er prüft Anträ­ge, beglei­tet För­der­pro­jek­te und kon­trol­liert Nach­wei­se, Mit­tel­ab­ru­fe und Ver­wen­dungs­nach­wei­se.

Q

QNG

QNG steht für Qua­li­täts­sie­gel Nach­hal­ti­ges Gebäu­de. Es ist ein staat­li­ches Sie­gel für nach­hal­ti­ge Gebäu­de in Deutsch­land und spielt vor allem bei För­der­pro­gram­men und nach­hal­ti­gem Bau­en eine wich­ti­ge Rol­le.

R

Rating

Ein Rating ist eine Bewer­tung nach fest­ge­leg­ten Kri­te­ri­en. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text wer­den Unter­neh­men zum Bei­spiel anhand von ESG Kri­te­ri­en, Kli­ma­da­ten, Arbeits­be­din­gun­gen, Lie­fer­ket­ten oder Gover­nan­ce Struk­tu­ren bewer­tet.

Recycling

Recy­cling beschreibt die Wie­der­auf­be­rei­tung von Mate­ria­li­en, damit sie erneut genutzt wer­den kön­nen. Ziel ist es, Abfäl­le zu redu­zie­ren, Roh­stof­fe zu scho­nen und Stoff­kreis­läu­fe zu schlie­ßen.

Reduktionsmaßnahme

Eine Reduk­ti­ons­maß­nah­me ist eine kon­kre­te Maß­nah­me zur Ver­rin­ge­rung von Emis­sio­nen, Res­sour­cen­ver­brauch oder ande­ren nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen. Bei einer CO2 Bilanz wer­den Reduk­ti­ons­maß­nah­men häu­fig aus den größ­ten Emis­si­ons­trei­bern abge­lei­tet.

Reduktionspfad

Ein Reduk­ti­ons­pfad beschreibt, wie Emis­sio­nen über einen bestimm­ten Zeit­raum gesenkt wer­den sol­len. Er ver­bin­det Aus­gangs­wer­te, Ziel­wer­te, Zwi­schen­zie­le und Maß­nah­men zu einer nach­voll­zieh­ba­ren Kli­ma­stra­te­gie.

Regulatorik

Regu­la­to­rik bezeich­net gesetz­li­che und behörd­li­che Anfor­de­run­gen, die Unter­neh­men ein­hal­ten müs­sen. Im Nach­hal­tig­keits­be­reich betrifft das zum Bei­spiel Berichts­pflich­ten, Umwelt­recht, Arbeits­schutz, Lie­fer­ket­ten­an­for­de­run­gen oder Ener­gie­ef­fi­zi­enz.

Resilienz

Resi­li­enz beschreibt die Fähig­keit eines Unter­neh­mens, auf Kri­sen, Ver­än­de­run­gen und exter­ne Belas­tun­gen hand­lungs­fä­hig zu reagie­ren. Dazu gehö­ren sta­bi­le Pro­zes­se, Anpas­sungs­fä­hig­keit, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten und vor­aus­schau­en­des Risi­ko­ma­nage­ment.

Ressourcenverbrauch

Res­sour­cen­ver­brauch beschreibt den Ein­satz natür­li­cher oder wirt­schaft­li­cher Res­sour­cen wie Ener­gie, Was­ser, Roh­stof­fe, Mate­ria­li­en oder Flä­che. Im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment wird er ana­ly­siert, um Effi­zi­enz­po­ten­zia­le zu erken­nen und Umwelt­wir­kun­gen zu redu­zie­ren.

Risikomanagement

Risi­ko­ma­nage­ment beschreibt die sys­te­ma­ti­sche Iden­ti­fi­ka­ti­on, Bewer­tung und Steue­rung von Risi­ken. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text geht es unter ande­rem um Kli­ma, Umwelt, Lie­fer­ket­ten, Arbeits­schutz, Com­pli­ance und Finan­zie­rung.

S

Scope 1

Scope 1 umfasst direk­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen aus Quel­len, die ein Unter­neh­men selbst besitzt oder kon­trol­liert. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel eige­ne Hei­zungs­an­la­gen, Pro­duk­ti­ons­an­la­gen oder Fahr­zeu­ge.

Scope 2

Scope 2 umfasst indi­rek­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen aus ein­ge­kauf­ter Ener­gie. Dazu zäh­len vor allem Strom, Fern­wär­me, Dampf oder Küh­lung, die ein Unter­neh­men nutzt.

Scope 3

Scope 3 umfasst wei­te­re indi­rek­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel ein­ge­kauf­te Waren, Trans­por­te, Geschäfts­rei­sen, Pen­del­we­ge, Nut­zung ver­kauf­ter Pro­duk­te oder Ent­sor­gung.

Science Based Targets Initiative (SBTi)

Die Sci­ence Based Tar­gets Initia­ti­ve unter­stützt Unter­neh­men dabei, wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Kli­ma­zie­le fest­zu­le­gen. Grund­la­ge dafür ist in der Regel eine belast­ba­re CO2 Bilanz.

SDG

SDGs steht für Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals. Die 17 Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung wur­den von den Ver­ein­ten Natio­nen ver­ab­schie­det und geben einen glo­ba­len Ori­en­tie­rungs­rah­men für öko­lo­gi­sche, sozia­le und wirt­schaft­li­che Nach­hal­tig­keit.

Sekundärdaten

Sekun­där­da­ten sind Daten, die nicht direkt im Unter­neh­men erho­ben wer­den, son­dern aus Daten­ban­ken, Stu­di­en oder Durch­schnitts­wer­ten stam­men. Sie wer­den häu­fig genutzt, wenn kei­ne Pri­mär­da­ten ver­füg­bar sind.

Sifa

Sifa steht für Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit. Sie unter­stützt Unter­neh­men bei der Umset­zung von Arbeits­schutz, Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen, Unter­wei­sun­gen und siche­ren Arbeits­be­din­gun­gen.

Soziale Nachhaltigkeit

Sozia­le Nach­hal­tig­keit beschreibt den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Men­schen im Unter­neh­men und ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te. Dazu gehö­ren fai­re Arbeits­be­din­gun­gen, Arbeits­si­cher­heit, Chan­cen­gleich­heit, Wei­ter­bil­dung, Gesund­heit, Betei­li­gung und Men­schen­rech­te.

Stakeholder

Stake­hol­der sind Per­so­nen, Grup­pen oder Orga­ni­sa­tio­nen, die von einem Unter­neh­men beein­flusst wer­den oder Ein­fluss auf das Unter­neh­men haben. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Mit­ar­bei­ten­de, Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Ban­ken, Behör­den oder Eigen­tü­mer.

Stakeholderanalyse

Eine Stake­hol­der­ana­ly­se iden­ti­fi­ziert rele­van­te Anspruchs­grup­pen eines Unter­neh­mens und bewer­tet deren Erwar­tun­gen, Ein­fluss und Bedeu­tung. Sie wird häu­fig für Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien, Wesent­lich­keits­ana­ly­sen und Bericht­erstat­tung genutzt.

Sustainable Finance

Sus­tainable Finan­ce beschreibt Finan­zie­run­gen und Inves­ti­tio­nen, bei denen öko­lo­gi­sche, sozia­le und Gover­nan­ce Kri­te­ri­en berück­sich­tigt wer­den. Für Unter­neh­men wird das rele­vant, wenn Ban­ken ESG Daten in Kre­dit­ent­schei­dun­gen ein­be­zie­hen.

Systemgrenzen

Sys­tem­gren­zen legen fest, wel­che Stand­or­te, Pro­zes­se, Akti­vi­tä­ten oder Emis­si­ons­quel­len in eine Bilanz ein­be­zo­gen wer­den. Sie sind ent­schei­dend für Trans­pa­renz, Ver­gleich­bar­keit und Nach­voll­zieh­bar­keit von CO2 Bilan­zen.

T

Taxonomie

Taxo­no­mie bezeich­net ein Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem, mit dem wirt­schaft­li­che Tätig­kei­ten nach bestimm­ten Kri­te­ri­en ein­ge­ord­net wer­den. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text ist meist die EU Taxo­no­mie gemeint, die defi­niert, wann eine wirt­schaft­li­che Akti­vi­tät als öko­lo­gisch nach­hal­tig gilt.

THG Bilanz

Eine THG Bilanz erfasst die Treib­haus­gas­emis­sio­nen eines Unter­neh­mens, Pro­dukts oder Pro­jekts. Sie berück­sich­tigt neben CO2 auch wei­te­re Treib­haus­ga­se wie Methan oder Lach­gas und weist die­se in CO2 Äqui­va­len­ten aus.

THG Emissionen

THG Emis­sio­nen sind Emis­sio­nen von Treib­haus­ga­sen, die zur Erd­er­wär­mung bei­tra­gen. Dazu gehö­ren unter ande­rem Koh­len­di­oxid, Methan, Lach­gas und fluo­rier­te Gase.

Transformationsstrategie

Eine Trans­for­ma­ti­ons­stra­te­gie beschreibt, wie ein Unter­neh­men grund­le­gen­de Ver­än­de­run­gen struk­tu­riert plant und umsetzt. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text geht es häu­fig um Kli­ma­schutz, Ener­gie­ef­fi­zi­enz, neue Geschäfts­mo­del­le, Orga­ni­sa­ti­on und lang­fris­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit.

Treibhausgase

Treib­haus­ga­se sind Gase, die Wär­me in der Atmo­sphä­re spei­chern und dadurch zur glo­ba­len Erwär­mung bei­tra­gen. Zu den wich­tigs­ten Treib­haus­ga­sen gehö­ren Koh­len­di­oxid, Methan, Lach­gas und fluo­rier­te Gase.

Treibhausgasprotokoll

Das Treib­haus­gas­pro­to­koll ist die deut­sche Bezeich­nung für das Green­house Gas Pro­to­col. Es ist ein inter­na­tio­nal aner­kann­ter Stan­dard zur Bilan­zie­rung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen und defi­niert unter ande­rem Scope 1, Scope 2 und Scope 3.

Trickle Down Effekt

Der Trick­le Down Effekt beschreibt, dass Anfor­de­run­gen gro­ßer Unter­neh­men an klei­ne­re Unter­neh­men in der Lie­fer­ket­te wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text betrifft das zum Bei­spiel CO2 Daten, ESG Nach­wei­se, Eco­Va­dis Bewer­tun­gen, Nach­hal­tig­keits­be­rich­te oder Lie­fer­ket­ten­an­for­de­run­gen.

U

Umweltaspekt

Ein Umwelt­aspekt ist ein Bestand­teil einer Tätig­keit, eines Pro­dukts oder einer Dienst­leis­tung, der Aus­wir­kun­gen auf die Umwelt haben kann. Bei­spie­le sind Ener­gie­ver­brauch, Abfall, Emis­sio­nen, Was­ser­ver­brauch oder der Ein­satz von Gefahr­stof­fen.

Umweltmanagement

Umwelt­ma­nage­ment beschreibt die sys­te­ma­ti­sche Steue­rung von Umwelt­aspek­ten in einem Unter­neh­men. Ziel ist es, Umwelt­wir­kun­gen zu redu­zie­ren, recht­li­che Anfor­de­run­gen ein­zu­hal­ten und Umwelt­zie­le wirk­sam umzu­set­zen.

Umweltmanagementsystem

Ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem ist ein struk­tu­rier­ter Ansatz zur Pla­nung, Umset­zung, Kon­trol­le und Ver­bes­se­rung von Umwelt­leis­tun­gen. Häu­fig wird es nach ISO 14001 auf­ge­baut und für Audits oder Zer­ti­fi­zie­run­gen genutzt.

Umweltproduktdeklaration

Eine Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­ti­on beschreibt die Umwelt­wir­kun­gen eines Pro­dukts auf Basis einer stan­dar­di­sier­ten Lebens­zy­klus­ana­ly­se. Sie wird häu­fig im Bau­we­sen genutzt und ist auch als Envi­ron­men­tal Pro­duct Decla­ra­ti­on bekannt.

Umweltrecht

Umwelt­recht umfasst gesetz­li­che Anfor­de­run­gen zum Schutz von Umwelt, Kli­ma, Was­ser, Boden, Luft und natür­li­chen Res­sour­cen. Für Unter­neh­men ist es rele­vant, um Pflich­ten, Geneh­mi­gun­gen und Nach­wei­se rechts­si­cher zu erfül­len.

Umweltrisiko

Ein Umwelt­ri­si­ko beschreibt die Mög­lich­keit, dass Tätig­kei­ten, Pro­duk­te oder Pro­zes­se nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Umwelt ver­ur­sa­chen. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Emis­sio­nen, Gewäs­ser­ver­un­rei­ni­gun­gen, Abfäl­le, Gefahr­stof­fe oder Ver­stö­ße gegen Umwelt­auf­la­gen.

Unternehmensnachfolge

Unter­neh­mens­nach­fol­ge beschreibt die Über­ga­be eines Unter­neh­mens an eine neue Füh­rung oder neue Eigen­tü­mer. Sie umfasst Pla­nung, Bewer­tung, Nach­fol­ge­su­che, Finan­zie­rung, Über­ga­be und die Wei­ter­ent­wick­lung nach dem Über­gang.

Unternehmensverantwortung

Unter­neh­mens­ver­ant­wor­tung beschreibt die Ver­ant­wor­tung eines Unter­neh­mens für sei­ne Aus­wir­kun­gen auf Umwelt, Gesell­schaft und Wirt­schaft. Der Begriff umfasst sozia­le, öko­lo­gi­sche und unter­neh­me­ri­sche Aspek­te und wird häu­fig im Kon­text von Nach­hal­tig­keit und ESG ver­wen­det.

V

Validierung

Vali­die­rung bedeu­tet, dass ein geplan­ter Ansatz, eine Metho­de oder ein Pro­jekt vor der Umset­zung geprüft wird. Im Unter­schied zur Veri­fi­zie­rung bewer­tet sie nicht ein fer­ti­ges Ergeb­nis, son­dern ob Vor­ge­hen, Annah­men und Metho­dik geeig­net sind.

Verifizierung

Veri­fi­zie­rung bedeu­tet, dass eine bereits erstell­te Bilanz, ein Bericht oder ein Nach­weis durch eine unab­hän­gi­ge Stel­le geprüft wird. Bei CO2 Bilan­zen erhöht sie die Glaub­wür­dig­keit und Nach­voll­zieh­bar­keit gegen­über Kun­den, Ban­ken oder Berichts­nut­zern.

Verwendungsnachweis

Ein Ver­wen­dungs­nach­weis doku­men­tiert, wie bewil­lig­te För­der­mit­tel ein­ge­setzt wur­den. Er ent­hält in der Regel Kos­ten­be­le­ge, Zah­lungs­nach­wei­se, Sach­be­rich­te und wei­te­re Unter­la­gen für den Pro­jekt­trä­ger.

VSME

VSME steht für Vol­un­t­a­ry Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Stan­dard for non-lis­ted SMEs. Der Stan­dard rich­tet sich an klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men, die frei­wil­lig Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen struk­tu­riert berich­ten möch­ten.

W

Wertschöpfungskette

Die Wert­schöp­fungs­ket­te umfasst alle Schrit­te, die zur Erstel­lung, Nut­zung und Ent­sor­gung eines Pro­dukts oder einer Dienst­leis­tung bei­tra­gen. Im Nach­hal­tig­keits­kon­text wer­den dabei zuneh­mend Emis­sio­nen, Lie­fer­ket­ten­ri­si­ken, Res­sour­cen­ver­brauch und sozia­le Aus­wir­kun­gen betrach­tet.

Wesentlichkeit

Wesent­lich­keit beschreibt, wel­che The­men für ein Unter­neh­men, sei­ne Stake­hol­der oder sei­ne Aus­wir­kun­gen auf Umwelt und Gesell­schaft beson­ders rele­vant sind. Sie ist die Grund­la­ge für Prio­ri­sie­rung, Stra­te­gie und Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung.

Wesentlichkeitsanalyse

Eine Wesent­lich­keits­ana­ly­se iden­ti­fi­ziert und bewer­tet die Nach­hal­tig­keits­the­men, die für ein Unter­neh­men beson­ders rele­vant sind. Sie kann als ein­fa­che oder dop­pel­te Wesent­lich­keits­ana­ly­se durch­ge­führt wer­den.

Whistleblowing

Whist­le­b­lo­wing bezeich­net das Mel­den von Miss­stän­den, Regel­ver­stö­ßen oder Risi­ken inner­halb einer Orga­ni­sa­ti­on. Unter­neh­men nut­zen dafür häu­fig Hin­weis­ge­ber­sys­te­me, um Mel­dun­gen struk­tu­riert und ver­trau­lich zu bear­bei­ten.

Z

Zero Waste

Zero Was­te beschreibt einen Ansatz, bei dem Abfäl­le mög­lichst voll­stän­dig ver­mie­den, redu­ziert oder wie­der­ver­wen­det wer­den sol­len. Ziel ist es, Res­sour­cen im Kreis­lauf zu hal­ten und Ent­sor­gung durch bes­se­re Pla­nung, Wie­der­ver­wen­dung, Repa­ra­tur und Recy­cling zu mini­mie­ren.

Zertifizierung

Eine Zer­ti­fi­zie­rung bestä­tigt durch eine unab­hän­gi­ge Stel­le, dass ein Manage­ment­sys­tem, Pro­zess, Pro­dukt oder Nach­weis bestimm­te Anfor­de­run­gen erfüllt. Typi­sche Bei­spie­le sind ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 oder ISO 27001.

Zielsystem

Ein Ziel­sys­tem beschreibt die struk­tu­rier­te Zusam­men­stel­lung von Zie­len, Kenn­zah­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Maß­nah­men. Im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment hilft es, Stra­te­gie, Umset­zung und Fort­schritts­kon­trol­le mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Zuwendungsbescheid

Ein Zuwen­dungs­be­scheid ist die for­ma­le Bewil­li­gung einer För­de­rung durch eine För­der­stel­le. Er legt fest, wel­che Kos­ten geför­dert wer­den, wel­che Auf­la­gen gel­ten und wel­che Nach­wei­se spä­ter erbracht wer­den müs­sen.